Die meisten Katalog-Ratgeber beginnen mit „Verbinden Sie Ihren Shopify-Shop“. Aber viele Unternehmen, die einen Katalog brauchen, haben gar keinen Onlineshop — und werden auch nie einen haben. Eine Manufaktur, die auf Märkten verkauft. Ein Distributor, der mit einer Lieferanten-Preisliste arbeitet. Ein Handelsvertreter, der eine Produktlinie präsentiert. Ein Hersteller, der Einkäufern Spezifikationen schickt. Ein Restaurant, das eine Karte druckt. Keiner von ihnen betreibt eine E-Commerce-Site — und alle brauchen einen professionellen Katalog.

Und hier kommt der Teil, den Ihnen niemand sagt: Sie brauchen keinen Shop dafür. Wenn Sie Ihre Produkte in eine Tabelle bringen können — oder sie einfach eintippen — erstellen Sie einen Katalog, der genauso poliert aussieht wie einer, der aus einem Shopify-Shop generiert wurde. Diese Anleitung zeigt, wie — von der leeren Seite an.

Was Sie wirklich brauchen

Vergessen Sie den Shop. Ein Katalog braucht nur drei Dinge:

  • Eine Produktliste — Namen, idealerweise mit Preisen und kurzen Beschreibungen.
  • Ein Foto pro Produkt — oder zumindest für die Produkte, die Sie hervorheben möchten.
  • Ein Tool, das alles anordnet — damit Sie nicht jedes Element von Hand positionieren.

Das ist alles. Kein Storefront, kein Warenwirtschaftssystem, keine API. Ob 10 Produkte oder 1.000 — der Weg ist derselbe.

Weg A: Mit einer Tabelle starten

Wenn Ihre Produkte bereits in Excel, Google Sheets oder einer Preisliste stehen, haben Sie das meiste schon geschafft. Eine Tabelle mit einer Zeile pro Produkt und Spalten für Name, Preis, Beschreibung, Kategorie und Bild-URL ist genau das, was ein Katalog-Builder erwartet.

  1. Spalten aufräumen. Eine Zeile pro Produkt, eine Kopfzeile oben, Preise als reine Zahlen und — wichtig — eine Spalte mit Bildlinks, damit jedes Produkt ein Foto hat.
  2. Als CSV speichern (UTF-8). Jedes Tabellenprogramm exportiert dieses Format mit wenigen Klicks.
  3. Importieren und zuordnen. Laden Sie die CSV bei EasyCatalogs hoch und ordnen Sie Ihre Spalten den Katalogfeldern zu — Name, Preis, Bild, Kategorie. Jede Zeile wird zu einem Produkt.
  4. Vorlage wählen und generieren. Layout aussuchen, Farben und Logo anpassen und als PDF oder Flipbook exportieren.

Sie können ein kostenloses Konto erstellen und all das erledigen, ohne irgendetwas zu verbinden — denn es gibt nichts zu verbinden. Ihre Tabelle ist die Quelle.

Weg B: Von Hand aufbauen, ganz ohne Tabelle

Ihre Produkte stehen noch in keiner Datei? Dann legen Sie sie einzeln direkt im Builder an: Name eintippen, Foto einfügen, Preis festlegen, eine Zeile Beschreibung schreiben. Für einen kleinen Katalog — einen Marktstand, eine kurze Produktlinie, eine einseitige Karte — geht das oft schneller, als erst eine Tabelle anzulegen. Und es bedeutet: Auch ohne jede technische Vorerfahrung entsteht aus einer leeren Seite ein echter Katalog.

Viele kombinieren beides: den Großteil der Produkte per CSV importieren und die neuesten Artikel oder Saisonangebote von Hand ergänzen. Für den Builder ist beides gleich.

Für wen das gedacht ist

Unternehmen Warum ohne Shop Was in den Katalog kommt
Maker & KunsthandwerkerVerkaufen persönlich auf Märkten & MessenHandgemachte Produktlinien mit Preisen
Großhändler & DistributorenVerkaufen B2B, nicht onlineLine Sheets mit SKUs & Großhandelspreisen
Handelsvertreter & AgenturenVertreten Marken, betreiben keine ShopsProdukt-Decks & Pitch-Kataloge
HerstellerVerkaufen an den Fachhandel, nicht an EndkundenDatenblätter & Produktsortimente
Restaurants & CafésKein E-Commerce, nur eine KarteSpeisekarten & Saisonangebote
Alle mit einer PreislisteDie Daten leben in einer TabelleAlles, was in der Datei steht

Sieht das genauso gut aus wie ein Katalog aus dem Shop?

Ja — denn das Design kommt nicht aus Ihrem Shop, sondern aus der Vorlage. Ein Shopify-Import und ein CSV-Import speisen exakt dieselbe Layout-Engine. Dem Katalog ist egal, woher die Produkte stammen; er ordnet Namen, Preise und Bilder zu einem sauberen, konsistenten Design mit richtiger Typografie, Abständen, Variantentabellen, Titelseite und Seitenzahlen. Das Ergebnis ist identisch.

Was ein fertiger Katalog enthält

  • Ein Cover mit Ihrer Marke — Name, Logo und Saison oder Datum.
  • Klar gegliederte Abschnitte — Produkte nach Kategorie gruppiert, damit Einkäufer sich zurechtfinden.
  • Klare Preise — Endkunden-, Großhandelspreise oder beides.
  • Einheitliche Produktkarten mit Foto, Name, Beschreibung und Artikelnummer.
  • Ein teilbares Format — ein druckfertiges PDF für Märkte und E-Mail oder ein interaktives Flipbook als Link, den Sie verschicken oder posten können.

Der Shop ist optional. Der Katalog nicht.

Ein Onlineshop ist eine Möglichkeit zu verkaufen — aber keine Voraussetzung für einen professionellen Katalog. Wenn Ihre Produkte in eine Tabelle passen oder Sie bereit sind, sie einzutippen, kommen Sie in einer einzigen Sitzung von null zum fertigen, teilbaren Katalog. Kein Storefront, keine monatliche E-Commerce-Gebühr, kein Entwickler.

Kein Shop? Kein Problem.

Erstellen Sie einen professionellen PDF-Katalog aus einer Tabelle oder von Grund auf — CSV importieren oder Produkte von Hand anlegen, Vorlage wählen, generieren. Kostenlos starten, ganz ohne Onlineshop.

Kostenlos starten — ganz ohne Shop