Fast jedes Unternehmen führt seine Produkte irgendwo in einer Tabelle. Eine Excel-Arbeitsmappe mit einer Zeile pro Produkt, eine Preisliste vom Lieferanten, ein Google Sheet, das Sie von Hand pflegen. Sie ist die zentrale Datenquelle — und gleichzeitig das, was zwischen Ihnen und einem echten Katalog steht.
Der manuelle Weg über diese Lücke ist brutal: Design-Tool öffnen, Layout bauen und dann jeden Produktnamen, jeden Preis und jedes Bild Zelle für Zelle hinüberkopieren. Bei einem Dutzend Produkten ist das mühsam. Bei ein paar hundert ist es eine verlorene Woche. Diese Anleitung zeigt stattdessen den schnellen Weg — Ihre Excel-Datei wird direkt zum professionellen PDF-Katalog, ganz ohne Designkenntnisse.
Schritt 1: Bringen Sie Ihre Spalten in Form
Ein Katalog ist nur so gut wie die Daten dahinter — ein paar Minuten Aufräumen in der Tabelle zahlen sich also aus. Sie brauchen nicht jede Spalte aus der Liste unten: Ein Produktname und idealerweise ein Bild und ein Preis reichen für den Anfang.
| Spalte | Erforderlich? | Beispiel |
|---|---|---|
| Produktname | Ja | Handgegossene Sojakerze — Zeder |
| Beschreibung | Empfohlen | 40 Stunden Brenndauer, natürlicher Baumwolldocht... |
| Preis | Empfohlen | 18.00 |
| SKU / Artikelnummer | Für den Großhandel | CDL-CED-08 |
| Bild-URL | Ja, für Fotos | https://cdn.example.com/cedar.jpg |
| Kategorie | Empfohlen | Kerzen |
| Varianten (Größe, Farbe) | Falls vorhanden | Klein, Groß / Zeder, Vanille |
Die Spalte, die alle vergessen: Bilder. Ein Katalog ist ein visuelles Dokument und muss wissen, wo jedes Foto liegt. Am einfachsten ist eine Spalte mit öffentlichen Bild-URLs. Liegen Ihre Fotos nur auf Ihrem Rechner, laden Sie sie zuerst irgendwo mit öffentlichem Link hoch (eigene Website, CDN oder Cloud-Speicher mit aktivierter Freigabe).
Schritt 2: Die typischen Excel-Stolperfallen beseitigen
- Preise als Text. Excel speichert Preise manchmal als Text mit Währungssymbol. Entfernen Sie
$/€/£und behalten Sie reine Zahlen wie18.00, damit die Formatierung einheitlich bleibt. - Verbundene Zellen. Heben Sie alle Zellverbünde auf. Verbundene Zellen zerstören die saubere Eine-Zeile-pro-Produkt-Struktur, die ein Importer erwartet.
- Leere Zeilen. Löschen Sie Leerzeilen zwischen den Produkten, damit keine leeren Einträge im Katalog landen.
- Kopfzeile. Lassen Sie die Spaltentitel in Zeile 1 und beginnen Sie die Produktdaten in Zeile 2. Diese Kopfzeile ist die Grundlage für die Zuordnung beim Import.
- Mehrere Tabellenblätter. Legen Sie die Produkte für den Katalog auf ein einziges Blatt oder exportieren Sie nur dieses eine Blatt.
Schritt 3: Als CSV speichern (UTF-8)
Die meisten Katalog-Builder lesen CSV-Dateien, und jede Version von Excel und Google Sheets kann sie erzeugen:
- Excel: Datei → Speichern unter und CSV UTF-8 (durch Trennzeichen getrennt) wählen. Das UTF-8 ist wichtig — es verhindert, dass Umlaute und Sonderzeichen zu Zeichensalat werden.
- Google Sheets: Datei → Herunterladen → Kommagetrennte Werte (.csv). Google Sheets exportiert immer UTF-8.
- Numbers (Mac): Ablage → Exportieren → CSV, mit Unicode (UTF-8) als Textcodierung.
Schritt 4: Importieren und Spalten zuordnen
Laden Sie die CSV-Datei bei EasyCatalogs hoch. Das Tool liest Ihre Kopfzeile und zeigt eine Zuordnungsmaske: „Produktname“ zu Titel, „Regulärer Preis“ zu Preis, „Foto“ zu Bild und so weiter. Ihre Überschriften müssen keinem bestimmten Schema folgen — Sie sagen dem Importer einmal, was jede Spalte bedeutet. Danach wird jede Zeile zu einem Produkt mit dem richtigen Bild, Preis und allen Details.
Gar keine Tabelle? Sie können Produkte im selben Builder auch von Hand anlegen — Name eintippen, Foto einfügen, Preis festlegen — praktisch für kleine Kataloge oder Last-Minute-Ergänzungen zu einem Import. Und für all das brauchen Sie keinen Onlineshop: Ein kostenloses Konto genügt.
Schritt 5: Vorlage wählen und generieren
Wählen Sie ein Layout — ein sauberes Produktraster, ein dichtes Großhandels-Line-Sheet oder ein bildstarkes Lookbook — und passen Sie Farben, Schriften, Ihr Logo und die Zahl der Produkte pro Seite an. Wenn alles stimmt, exportieren Sie ein druckfertiges PDF oder veröffentlichen ein interaktives Flipbook, das Sie per Link teilen. Ändert sich Ihre Excel-Datei: CSV neu exportieren, neu importieren, neu generieren — der gesamte Katalog aktualisiert sich, ohne dass Sie irgendetwas neu gestalten.
Warum das besser ist als der Katalog direkt in Excel
Manche versuchen, den Katalog in Excel zu bauen — Zeilen stauchen, Bilder in Zellen einbetten, als PDF drucken. Technisch entsteht dabei ein Dokument, aber die Bilder rutschen aus ihren Zellen, Seitenumbrüche landen mitten im Produkt, und das Ergebnis sieht aus wie eine Tabelle — weil es eine ist. Ein dedizierter Builder behandelt jede Zeile als Produkt und setzt sie mit sauberer Typografie, richtigen Abständen und professioneller Bildbehandlung — genau das, was einen Katalog gestaltet statt exportiert aussehen lässt.
Tipps für ein noch besseres Ergebnis
- Einheitliche Fotos zählen mehr als ausgefallene Layouts. Produktfotos auf sauberen, einheitlichen Hintergründen wirken sofort professionell.
- Schreiben Sie kurze Katalogbeschreibungen. Zwei bis drei Zeilen mit den wichtigsten Verkaufsargumenten schlagen jeden langen Web-Absatz.
- Sortieren Sie die Tabelle vor dem Export nach Kategorie — der Katalog ist dann automatisch logisch gegliedert, ohne Umsortieren.
- Testen Sie zuerst mit 10 Zeilen. Ein kleiner Probelauf deckt Zuordnungs- oder Formatprobleme auf, bevor Sie die komplette Liste importieren.
Ihre Tabelle ist schon ein Katalog
Die Daten sind fertig — Sie haben sie mit jedem Produkt aufgebaut, das Sie in die Tabelle eingetragen haben. Daraus etwas zu machen, das Sie einem Einkäufer schicken, für eine Messe drucken oder in eine E-Mail einbetten können, ist jetzt eine Frage von Spalten zuordnen und Vorlage wählen — nicht von Wochen voller Copy-and-paste.
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